• // Save in Miraflores

Save in Miraflores


Bereits vor meiner Ankunft in Lima habe ich in anderen Reiseblogs den ein oder anderen Hinweis zum Thema Sicherheit gelesen. Beispielsweise sollte man schauen, dass man auf der Straße nicht in jedes x-beliebige Taxi einsteigt. Bevorzugt soll es ein sogenanntes „Radio-Taxi“ eines namenhaften Taxiunternehmens sein. Dies würde das Risiko einer Entführung deutlich minimieren.

Hmm, was zum Teufel ist ein „Radio-Taxi“ und generell, was habe ich mir da eigentlich für ein Reiseland ausgesucht, wenn man schon bei einer Taxifahrt Gefahr läuft entführt und ausgeraubt zu werden?

Etwas verunsichert bat ich letztendlich noch aus Havanna, für den Transfer vom Flughafen zum Hotel, mein erstes Hotel in Lima mich am Flughafen abzuholen. Die haben schließlich ein gesteigertes Interesse daran, dass ich sicher im Hotel ankomme um das von mir gebuchte Zimmer auch zu bezahlen.

Dieser Transfer klappte, nach etwas Warten auf den im Stau stehenden Fahrer, auch ganz gut. Puh, erste Hürde gemeistert und nicht überfallen worden …

Das gebuchte Zimmer war leider muffig, kalt und etwas feucht. Bei einer Außentemperatur von ca. 13 Grad Celsius und leichtem Nieselregen, nicht gerade einladend.

So entschloss ich mich, nach zwei Nächten und einer nicht vorhandenen Bereitschaft der Hotelleitung mir ein anderes Zimmer zu den selben Konditionen zu geben, mir für die verbleibenden drei Nächte eine andere Bleibe zu organisieren.

Nach etwas Sucherei im Internet, entschied ich mich für ein Zimmer im Ibis Larco Miraflores. Das Zimmer war zwar etwas teurer als meine aktuelle muffige Bleibe, aber der Aufpreis lohnte sich.

Beide Hotels lagen im Stadtteil Miraflores nur wenige Gehminuten auseinander. Somit war keine „aufregende“ Taxifahrt notwendig. YES!

Miraflores, so hatte ich gelesen, ist ein bei Ausländern beliebter und sicherer Stadtteil von Lima. Wie ich bei dem ein oder anderen Spaziergang durch die Straßen feststellte, anscheinend auch ein Stadtteil der Reichen und Gutbetuchten.

Saubere Straßenzüge, sehr schöne Häuser, teure Autos, Geschäfte und Restaurants.

Allerdings spielt das Thema Sicherheit auch bei den hier wohnenden Menschen augenscheinlich eine sehr große Rolle. Alle Häuser sind mit hohen Stacheldrahtzäunen bzw. stromführenden Sicherheitszäunen ausgestattet. Vor Bankfilialen stehen bewaffnete Sicherheitsleute mit schusssicheren Westen und die ein oder andere private Bleibe verfügt auch über einen privaten Sicherheitsdienst, um die Sicherheit für die Bewohner zu erhöhen. Daran muss ich mich erstmal gewöhnen.

Bei der Auswahl seiner Sightseeing Ziele sollte man erstmal schauen, wie es denn um die Sicherheit in dem jeweiligen Stadtteil bestellt ist. Es gibt Stadtteile, in die sollte man als Ausländer, laut Internet, besser keinen Fuß setzen. Die Gefahr ausgeraubt zu werden, soll sich hier massiv erhöhen. Ok, dann bleibe ich wohl erst einmal in Miraflores, bis ich die Situation hier zumindest anhand eigener Erfahrungen etwas besser einschätzen kann.

Die folgenden Tage streifte ich somit etwas durch Miraflores und schaute mir an, was es hier so alles gibt. Die Zeit verbrachte ich unteranderem damit, die vielen guten Restaurants in der Umgebung auszuprobieren und mich im Internet zu informieren wohin die Reise in Peru denn weitergeht. Schließlich wollte ich ja nicht ganz planlos dastehen, wenn am morgigen Freitagabend (08.06.2018) meine Freundin Marie aus Deutschland zu mir stößt.

Hier ein paar Fotos der ersten Tage im zu dieser Jahreszeit leider sehr oft nebeligen Lima / Miraflores …