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Santiago de Cuba


Nach meinem Aufbruch in Camagüey erreichten wir Santiago de Cuba mit etwas Verspätung bei schwülheißen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein zur Mittagszeit.

Da man hier angeblich bereits am Busbahnhof von einer „Traube“ von Jineteros (umgangssprachlich Übersetzt = Schlepper) abgefangen und per Taxi in eine Casa gebracht wird die man gar nicht gebucht hat, riet man mir direkt über die von mir gebuchte Unterkunft ein Taxi zu bestellen.

Diesem Rat folgte ich. Der Transfer zu meiner gebuchten Casa war zwar überteuert, aber verlief wenigstens reibungslos. Die Casa selber war eine der einfacheren Varianten einer Unterkunft. Die Entscheidung diese Casa erstmal nur für eine Nacht zu buchen, stellte sich unteranderem auch deshalb als richtig heraus.

Ich plante eigentlich mit zwei Übernachtungen in Santiago de Cuba. Allerdings kamen mir die Abfahrzeiten des lokalen Busunternehmens Viazul, mit einer Abfahrt aus Santiago de Cuba um 22:00 Uhr und einer Ankunft in Santa Clara um 08:40 Uhr am darauf folgenden Morgen, so sehr entgegen, dass mir auch nur eine Nacht in Santiago de Cuba ausreichte um die Stadt anderthalb Tage zu besichtigen.

Damit sparte ich mir nicht nur eine weitere Nacht in der nicht so komfortabelen Casa, sondern, durch die nächtliche Busfahrt, auch die dafür anfallenden Übernachtungskosten.

Die Stadt Santiago de Cuba ist, mit ihren sehr vielen französischen Einflüssen bei der Architektur, eine sehr schöne Stadt.

Dort habe ich, neben einem Rundgang durch die Stadt, an einem sehr musikalischen Gottesdienst in einer überwiegend von schwarzen besuchten katholischen Kirche teilnehmen dürfen.

Am darauf folgenden Tag machte ich mich zu Fuß zu einem etwas außerhalb der Innenstadt gelegenen Friedhof, um mir das Grab von Fidel Castro und José Marti anzuschauen und anschließend den Sonnenuntergang mit ein paar Mojitos in einer Rooftop Bar eines schicken Hotels zu bewundert.

Am Abend des 24.05.18 ging es dann per Bus nach Santa Clara. Dort kam ich morgens an und durfte bereits mein Casa Zimmer in einer sehr schicken Casa Particular mit angeschlossenem Restaurant beziehen.

Viel konnte man sich in Santa Clara jedoch nicht anschauen. Hinzu kam dann auch noch, dass es am zweiten Tagen (25.05.18) um 10:30 Uhr morgens in Strömen anfing zu regnen und bis zu meiner Abreise am Morgen des 26.05.18 in gleichbleibender Intensität unverändert durchregnete.

So kam es, dass mich der Regen an meinem zweiten Tag in Santa Clara von 10:30 Uhr bis um 14:30 Uhr in einer Hotelbar in der Innenstadt „gefangen“ hielt und mir nichts anderes übrig blieb, als bereits um 10:30 Uhr meinen ersten Pina Colada zu bestellen, auf den im Laufe der Zeit noch der ein oder andere Cocktail folgte.

Gut angetrunken stapfte ich schließlich am frühen Nachmittag durch tiefe Pfützen und bei weiterhin starkem Regen in Richtung Casa. Dort traf ich auf ein zwischenzeitlich ebenfalls dem Alkohol nicht mehr abgeneigtes Pärchen aus Unna.

Die beiden hatten bei diesem Wetter jegliche Sightseeing Bemühungen eingestellt und setzten sich zu mir, um eine Runde zu quatschen und das ein oder andere Bierchen zu leeren. Nach dem darauffolgenden Abendessen trennten sich unsere Wege und ich schloss mich einer später aus Vinales in der Casa eingetroffenen Gruppe von drei Mädels aus Süddeutschland an, mit denen ich bis in den späten Abend hinein noch ein paar weitere Bierchen leerte. Trotz des schlechten Wetters ein doch sehr netter Tag.

Am Sonntagmorgen (27.05.18) ging es mit dem deutschen Pärchen aus der Casa bei weiteren starken Regenfällen per Taxi zurück nach Havanna, damit ich am Montag (28.05.18) meinen Flug nach Mexiko antreten kann.