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Mit dem Zug nach Kashan


Am Samstag hatte ich mich dazu entschlossen einer Empfehlung im Lonely Planet zu folgen und von Teheran nicht direkt nach Isfahan zu fahren, sondern am Sonntag einen Zwischenhalt in Kashan einzulegen.

Lonely Planet beschrieb die Stadt als sehr relaxed. Hört sich doch erstmal ganz gut an … und ein paar Sachen zum Anschauen gibt es auch.

Nachdem ich eine recht preiswerte Unterkunft gefunden habe, musste ich mich lediglich noch entscheiden, ob ich mit dem Bus oder mit dem Zug fahren möchte. Da ich ganz gerne Zug fahre und die Verbindung zwischen den beiden Städten ganz gut war, habe ich mir ein Ticket für den Zug gekauft.

Über die iranische Eisenbahn habe ich von anderen Reisenden sehr viel Positives gelesen und kann diesen positiven Eindruck ebenfalls teilen. Von der Sauberkeit des Bahnhofs und der Züge, als auch von der Pünktlichkeit und dem Service könnte sich die Deutsche Bahn mal eine Scheibe abschneiden.

Auf der Fahrt gab es frischen Tee, Kekse, ein kleines Stückchen Kuchen und eine Flasche Wasser gratis dazu. Die Entfernung von Teheran nach Kashan beträgt ca. 250 Kilometer und der Zug brauchte hierfür ca. 3,5 Stunden. Nicht das allerschnellste Fortbewegungsmittel, dafür aber unschlagbar günstig. Der ganze Spaß kostete umgerechnet nur 5,50 €!!!

Das von mir gebuchte Zimmer mit Gemeinschaftsdusche und -toilette in einem Hostel direkt in der City war zwar sehr einfach, aber zumindestens sauber und mit ca. 20 € inkl. Frühstück auch nicht so teuer. Da das Hostel anscheinend einen ganz guten Ruf hat und preislich nicht uninteressant ist, wohnten dort auch noch eine ganze Menge anderer Rucksackreisender.

Kashan selber ist ein recht schöner Ort. Am Stadtrand liegt die Hauptattraktion. Eine im 16. Jahrhundert angelegte Gartenanlage namens „Fin-Garden“. Die Anlage führt die UNESCO, meines Erachtens vollkommen zurecht, auf ihrer Welterbeliste.

In der Stadt selber kann man sich, neben dem Basar, auch noch zwei historische Herrenhäuser aus dem 18. Jahrhundert anschauen. Ebenfalls sehr empfehlenswert.

Ich wäre gerne noch einen Tag länger geblieben. Leider habe ich jedoch keine Unterkunft gefunden, welche in mein Budget gepasst hätte und noch nicht ausgebucht war.

Daher ging es am Montag weiter nach Isfahan.