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Made it to Mexico


Spontan mal nach Mexiko, stand eigentlich am Anfang meiner Reise nicht auf dem Plan. Aber wer braucht schon Pläne, wenn man 356 Tage zur Verfügung hat und fast alles machen kann was man will. Daher machte ich das, was ich bei einer normalen dreiwöchigen Kuba-Rundreise wohl nicht getan hätte … Flug und Hotel gebucht und mal eben rüber nach Mexiko. *YEAH*

Von Havanna nach Cancún sind es gerade einmal 80 Flugminuten. Aber zwischen diesen beiden Orten liegen Welten.

Wurde ich in Havanna noch mit einem klapperigen Taxi der russischen Marke Lada zum Flughafen gebracht, fährt hier in Cancún gefühlt jeder Zweite einen fetten amerikanischen SUV.

Ein ähnliches Bild zeichnet sich bei den beiden Flughäfen ab.

Kommt man in Havanna in das Terminalgebäude des „Hauptstadtflughafens“, denkt man, man ist in Düsseldorf Weeze oder Frankfurt Hahn und wartet auf seinen günstig „geschossenen“ Ryanair Flug nach Trallafitti Stadt.

Der Blick auf den Flughafen Cancun (nicht der Hauptstadtflughafen wohlgemerkt) im Landeanflug ist spektakulär. Von der Größe würde ich ihn mit Frankfurt am Main vergleichen. Riesig und modern!

Nachdem ich mein Gepäck in Empfang genommen und die Einreisemodalitäten gemeistert hatte, blieb noch etwa eine Stunde Zeit bis mein Bus nach Merida abfuhr. Diese Zeit füllte ich mit ein paar Bierchen der Marke „Sol“ und ein paar Nachos mit Käsesoße *mhhh lecker*

Dann noch einmal vier Stunden Busfahrt und ZACK … bin ich in Merida, Yucatan, Mexiko, Mittelamerika, Planet Erde.

Das gebuchte Hotel ist ganz schick, sauber, hat einen Pool und *trommelwirbel* kostenloses sauschnelles Internet …. sogar auf dem Zimmer *bääämmm*

Merida selber ist die Hauptstadt des Bundesstaates Yucatan und ist mit ihren ca. 780.000 Einwohner nicht gerade klein. Das „historische Zentrum“ ist allerdings überschaubar und fußläufig zu erkunden.

Um nicht eine ganze Woche nur in Merida zu sitzen und mich lediglich den Annehmlichkeiten von gutem Essen, leckerem Bier, einer schönen Unterkunft und schnellem Internet hingeben zu müssen, buchte ich für den 31.05.2018 eine Tour zu den für die Region Yucatan bekannten Cenoten („Mit Süßwasser gefülltes dolinenartiges Kalksteinloch, das durch den Einsturz einer Höhlendecke entstanden und mit Süßwasser gefüllt ist.“ Zitat Wikipedia) und schaute mir zwei Haciendas (altes historisches Landgut) an. In den besuchten Cenoten konnte man in kristallklarem Wasser baden. Eine willkommene Abwechselung bei gefühlten 40 Grad Celsius.

Heute machte ich meine ersten Erfahrungen mit dem Taxivermittlungsdienstleister „Uber„. Einer Firma die per Smartphone App mich, als Fahrgast, an einen Fahrer (in der Regel Privatpersonen mit eigenem PKW) vermittelt, welcher mit seinem PKW als Taxi fungiert.Diese Dienstleistung ist, MEINER MEINUNG NACH, in Deutschland verboten, um das „Monopol“ der deutschen Taxiunternehmen zu schützen.

Zur Buchung eines „Taxis“ meldet man sich bei dieser App an, gibt sein Fahrziel ein, bekommt den exakten Fahrpreis angezeigt und erhält auf einer Karte einen Überblick wo sich der nächste „Taxifahrer“ genau befindet. In einem kleinen Fenster in dieser Karte wird die Zeit in Minuten angezeigt, bis das Taxi am vereinbarten Abholort / Standort eintrifft.

Die Bezahlung erfolgt bargeldlos per Kreditkarte über die App. Der Fahrpreis wird vor der Buchung der Fahrt nochmals angezeigt und gilt mit Annahme „als vereinbart“. Ferner bekommt man die bisherigen Bewertungen des Fahrers, dessen Kennzeichen, dessen Automarke inkl. Fahrzeug Modell und die vereinbarte Fahrtroute vor Buchung in der App angezeigt.

Am Ende der Fahrt kann man den Fahrer bewerten und bekommt über die durchgeführte Fahrt und die daraus entstandenen Kosten eine „Rechnung“ per E-Mail, welche den Abbuchungsbetrag von der Kreditkarte nochmal genau aufschlüsselt.

Ich hab diesen Service zwischenzeitlich auf zwei Fahrten im Stadtgebiet von Merida genutzt. Bisher alles ohne Probleme und günstiger als ein normales Taxi. Bei der letzten Fahrt von dem von mir besuchten Maya Museum in Merida zu meiner Unterkunft, hätte ein normales Taxi 200 Peso gekostet. Die Fahrt per Uber kostete mich 135,46 Peso.

Am morgigen Samstag (02.05.2018) verlasse ich Merida und bleibe noch eine Nacht in Cancun, bevor es am Sonntagmorgen nochmal für zwei Nächte in die rustikale Welt des kubanischen Kommunismus zurückgeht.

Stay tuned!

Es gibt die Tage noch ein Fazit zu Kuba, bevor ich, gemeinsam mit Marie, das Abenteuer Peru in Angriff nehmen werde.