• // Mal kurz nach Georgien

Mal kurz nach Georgien


Nach einem etwas längeren Aufenthalt in Deutschland, bei dem ich unter anderem einen einwöchigen Wandertrip durch den Nationalpark Berchtesgaden unternommen habe, bin ich nun für einen 11 tägigen Kurztrip nach Georgien geflogen.

Georgien kannte ich bisher nur aus einigen Fotoreportagen und der ein oder anderen Fernsehreportage. Was ich dort sah war ein Land mit einer Menge altem sowjetischen Charme, welches sich aktuell jedoch immer stärker in Richtung Westen orientiert. Ein Land welches durch seine raue und teils noch sehr unberührte Natur ein Paradies für Wanderer und Naturliebhaber sein soll.

Das hörte sich spannend an und verleitete mich dazu, mir dieses Land mal ein paar Tage genauer anzuschauen. Die Tatsache, dass es ab Dortmund mit Wizz Air einen relativ preiswerten Direktflug gab, machte mir diese Entscheidung noch ein bisschen einfacher.

Lediglich mit Handgepäck „bewaffnet“ ging es schließlich am Montagmorgen (27.08.18) von Dortmund nach Kutaisi. Ein ausdrückliches Dankeschön nochmal an meinen Papa für die frühe Fahrt zum Dortmunder Flughafen!!!

Kutaisi ist, nach der Hauptstadt Tiflis, die zweit größte Stadt des Landes. Sofern man bei ca. 150.000 Einwohner überhaupt von „groß“ sprechen kann. *grins*

Nach einem vierstündigen Flug und einer zweistündigen Zeitverschiebung, erreichte ich das von mir bereits vorgebuchte Hotel am späten Nachmittag. In Kutaisi blieb ich zwei Nächte (27.08. – 29.08.18), um mir die Stadt etwas intensiver anzuschauen und in Ruhe meine Weiterreise in die Region Swanetien zu organisieren.

Kutaisi ist sehr hügelig. Die Altstadt liegt im Tal an einem Fluss. Auf einem Hügel, an der gegenüberliegenden Flussseite der Altstadt, kann man unter anderem die vor geraumer Zeit renovierte Bagradi Kathedrale und den botanischen Garten besichtigen. Der botanische Garten hat, neben zahlreichen Pflanzenarten, eine Kapelle in einem hohlen Baumstamm zu bieten *YEEEEEEAAAAAAH*

Am Mittwochmorgen (29.08.18) machte ich mich sehr früh auf den Weg zum Busbahnhof, um ein von dort abfahrendes Sammeltaxi (umgangssprachlich „Marschrutka“) in die 5 Stunden entfernte Stadt Mestia (Region Swanetien) zu erreichen.

Die Stadt Mestia liegt auf ca. 1.400 Meter Höhe in der Gebirgslandschaft des Großen Kaukasus. Im Sommer ist Mestia der Ausgangspunkt für Wanderungen. Im Winter soll dies hier ein sehr beliebtes Skigebiet sein.

Ich jedenfalls habe mich hier für drei Nächte (29.08. – 01.09.18) in ein Hotel eingebucht, um ein wenig wandern zu gehen und die nähere Umgebung zu erkunden.

Am Nachmittag nach meiner Ankunft erkundete ich, nach einer anstrengenden und nervenaufreibenden Anreise hierher, nur noch ein wenig das Dorf. Mestia ist mit seinen vielen Holzhäusern und Wehrtürmen (berühmt für die Region Swanetien) recht hübsch und sehr touristisch geprägt.

Am Donnerstagmorgen (30.08.18) ging es dann mit meiner ersten Wanderung los. Lediglich 900 Höhenmeter, aber trotzdem sehr anstrengend *puhh*.

Der Weg führte mich hinauf auf einen Berg oberhalb von Mestia. Dort oben hatte man einen spektakulären Blick auf die umliegende Bergwelt des Großen Kaukasus mit seinen bis zu 5.000 Meter hohen schneebedeckten Gipfeln. Sehr chic!!

Die nächste Station meiner Reise ist die Hauptstadt Tiflis (oder, wie man hier sagt, Tibilisi).