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Kashan Teil II


Nach meiner Reise in den Nordiran (Rascht & Qazvin), wollte ich noch nicht direkt zurück in das nahegelegene Teheran. Ich hatte eher Lust auf einen ruhigeren Ort, mit deutlich weniger Luftverschmutzung und Hektik. Dies kann mir Teheran leider nicht bieten.

Wie ich bereits in meinem Blogpost „Mit dem Zug nach Kashan“ geschrieben habe, hatte ich am Anfang der Reise lediglich eine Nacht in Kashan und wäre gerne länger geblieben. Daher entschloss ich mich einfach nochmal für ein paar Nächte (07.05.18 – 10.05.18) nach Kashan zurückzufahren, dort etwas abzuhängen und die Stadt zu genießen, bevor es wieder in die „Smogtown“ Teheran geht.

In den drei Tagen vor Ort genoss ich es, ohne den selbstgemachten Druck, ja nichts verpassen zu wollen, durch die Straßen zu laufen und die Stadt noch einmal deutlich intensiver wahrzunehmen. Dabei entdeckte ich Dinge, die ich in der „Hektik“ meines ersten Besuches schlichtweg nicht wahrgenommen habe.

Beispielsweise habe ich ein sehr nettes Café gefunden, welches frische Waffeln, sehr guten Kaffee, aber auch leckere alkoholfreie Cocktails angeboten hat. An diesem Café bin ich bei meinem ersten Besuch mehrmals vorbeigelaufen, ohne es wahrzunehmen.

Am zweiten Tag war ich gezwungen meine Unterkunft zu wechseln, da meine Bleibe der ersten Nacht in der zweiten und dritten Nacht leider „fully booked“ war. Durch den Wechsel in ein 5 Minuten entfernt gelegenes anderes Guesthouse, bekam ich allerdings abermals die Gelegenheit sehr spontan an einer Tour teilzunehmen, welche ich alleine wohl nie gebucht hätte.

Diesmal war es Fanny aus Frankreich, mit der ich beim Check-In ins Gespräch kam. Fanny bot mir an, sie auf eine Tour nach Abyaneh zu begleiten. Ich ließ mich kurz aufklären wer oder was Abyaneh ist und was mich dieser Trip kosten würde, um letztendlich spontan zuzusagen. Da wir noch etwas auf unseren Taxifahrer warten mussten, konnten wir auch noch zwei weitere Damen aus Japan und China für diesen Ausflug begeistern und die Kosten pro Person somit nochmals halbieren. Nun kostete dieser Nachmittag jeden von uns nur noch 5,00 €.

Für diejenigen unter Euch, die (wie ich bis vor kurzem auch) nicht wissen was Abyaneh ist ….

Abyaneh ist ein historisches Dorf in den Bergen des Karkas-Gebirges, ca. 55 km entfernt von Kashan und gehört zu den ältesten Dörfern des Landes. Es ist stufenförmig in die Berge gebaut und sticht mit seinen größtenteils rötlich gefärbten Hausfassaden hervor. Alles in allem ein ganz netter Ausflug.

Am letzten Tag (09.05.18) vor meiner Abreise nach Teheran, besuchte ich noch einen alten Hamam (öffentliches Badehaus), das Ameri House. Ein altes traditionelles Herrenhaus, welches zu einem sehr eleganten Hotel umgebaut wurde. Und eine sehr schöne Moschee neben dem alten Hamam.

Am Morgen des 10.05.18 ging es schließlich mit einer zweistündigen Verspätung per Zug zurück nach Teheran. Dort verbringe ich nun noch die letzten Tage vor meiner Abreise nach Kuba am Montagmorgen (14.05.2018 um 3:30 Uhr) und habe mich zum Übernachten in das Seven Hostel eingebucht.