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Isfahan


Isfahan ist laut Lonely Planet das beliebteste Reiseziel bei Iranreisenden. Die Stadt soll mit ihren vielen kulturellen Einrichtungen, ihren breiten sehr gepflegten Boulevards, den vielen städtischen Parkanlagen, ihrer prachtvollen islamischen Architektur und nicht zuletzt auch wegen ihrer netten Bewohner diese Anziehungskraft auf Reisende haben.

Klingt gut, ist gebucht … dachte ich mir und buchte mich für drei Übernachtungen in ein Hotel in Isfahan ein.

Als ich mittags in Kashan in den Bus nach Isfahan stieg, machte das schöne Wetter allerdings gerade Pause. Morgens noch bei strahlendem Sonnenschein im Innenhof meiner Unterkunft in Kashan gefrühstückt und nun, drei Stunden später, starker Wind und strömender Regen 🙁

Frei nach dem Motto „Kann’se machen nix, kann’se gucken zu“ ging es dann bei sintflutartigen Regenfällen mit dem Bus auf die Autobahn in Richtung Süden nach Isfahan. Leider hielt die Dichtung an der seitlichen Busscheibe des mir zugewiesenen Platzes nicht was sie versprach und es tropfte rein 🙁 Da es aufgrund des Wetters draußen sowieso nicht allzu viel zu sehen gab, zog ich an der tropfenden Stelle einfach den Vorhang vor das Busfenster. So tropfte das Wasser auf den Vorhang und floss, nachdem der Vorhang mit Wasser gesättigt war, in geregelten Bahnen an der Innenverkleidung des Busses entlang auf den Boden. Damit konnte ich leben und mein Sitzplatz blieb trocken.

Nach drei Stunden Busfahrt erreichte ich letztendlich Isfahan. Leider hörte es an diesem Tag nicht mehr auf zu regnen. Daher blieb ich im Hotel und hoffte auf besseres Wetter in den kommenden drei Tagen. Und siehe da, meine Hoffnungen wurden erfüllt. Dienstagmorgen strahlender Sonnenschein. YEAH!

In den kommenden Tagen (23.04 – 26.04.18) streifte ich etwas durch die Stadt und schaute mir unteranderem den Naqsch-e Dschahan-Platz an, welcher einer der größten öffentlichen Plätze der Welt ist. Dieser Platz hat eine Länge von ca. 510 Metern und eine Breite von ca. 160 Metern. Eingerahmt wird er unteranderem durch den Eingang zum großen Basar und der Masjed-e Shah Moschee an den beiden Endpunkten des Platzes. Abends und an den Wochenenden ist dieser Ort ein sehr beliebter Treffpunkt der Einheimischen, welche auf den Bänken und Grünflächen mit der ganzen Familie picknicken. Nicht nur von den Dimensionen, sondern auch von der Architektur der diesen Platz umgebenden Bauwerke war ich schwer beeindruckt.

Zwei weitere sehr beliebte Treffpunkte, beispielsweise zum gemeinsamen Musizieren oder Malen, sind die alten Steinbogenbrücken Si-o-Se Pol und Pol-e Khaju. Welche den aktuell ausgetrockneten Fluss Zayandeh mit ihren steinernen Bögen überspannen.

Alles in allem eine sehr schöne und saubere Stadt.

Wäre ich in Kashan noch gerne einen Tag länger geblieben, so hätten mir in Isfahan auch zwei der gebuchten drei Übernachtungen ausgereicht. So ist das leider manchmal.

An diesem Donnerstagmorgen (26.04.18) ging es dann per Bus und bei Sonnenschein weiter in das ca. 300 Kilometer entfernte Wüstenstädtchen Yazd.

Hier habe ich mich für 20€ die Nacht im Yazd Backpacker Hostel einquatiert und werde auch hier drei Nächte verbringen.